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von Annette am 25.10.2016, 11.36 Uhr

Warum ist die Ostsee ein Meer?

Was ich mich schon lange frage: Ist die Ostsee ein Meer und warum kein See?

Ich bin gerne an der Ostsee. Das Salzwasser ist schon von Weitem spürbar und die reine Luft tut meinen Atemwegen gut. Im Internet wird die Ostsee oft als Binnenmeer oder Brackwassermeer bezeichnet. Wo liegt hierbei eigentlich der Unterschied? Warum hat die Ostsee, wenn sie tatsächlich ein Meer ist, den Beinamen "See"? Verhält es sich mit der Ostsee ähnlich wie mit der Nordsee und ist die Ostsee mir anderen Meeren verbunden?

Über aussagekräftige Antworten, warum die Ostsee als Meer gilt, würde ich mich sehr freuen.

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von Hiewie am 06.08.2018, 10.27 Uhr
Im Prinzip gibt es nur ein Meer, das sogenannte Weltmeer. Es besteht aus den großen Ozeanen und allen anderen mit ihnen verbundenen Gewässern, was ja auf die Ostsee definitiv zutrifft. Binnenmeer oder Brackwassermeer beschreiben nur bestimmte Eigenschaften eines Meeres wie seine geografische Lage im Verhältnis zur Landmasse oder die Zusammensetzung seines Wassers. Im Prinzip könnte man sagen, dass im Deutschen die großen Teile des Weltmeeres als Ozean bezeichnet werden, kleinere Teile davon dagegen eher als Meer. Beispiele dafür sind das Rote Meer, das Gelbe Meer, das Mittelmeer usw. Die Ostsee wird übrigens in anderen Sprachen als Baltisches Meer bezeichnet.

Was den Begriff "See" angeht, muss man zwischen der männlichen und der weiblichen Version des Wortes unterscheiden. Ein See ist ein natürliches stehendes Gewässer, das einen Zu- oder Abfluss haben kann, ansonsten aber rundum von Landmasse umgeben ist. "Die See" ist dagegen eine niederdeutsche Bezeichnung für "Meer". Das ist wohl auch der Grund dafür, dass die an Deutschland grenzenden Meere Nord- und Ostsee genannt werden und dass man von Seefahrt und Seeleuten statt von Meerfahrt oder Meerleuten spricht.
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von Windfinder am 26.10.2016, 09.25 Uhr
Die Ostsee ist tatsächlich ein sogenanntes Brackwassermeer. Brackwasser wird durch einen Salzgehalt von 0,1-3% definiert - höher als Süß- und geringer als Salzwasser. Salziges Wasser allein macht jedoch kein Meer aus, denn es gibt auch Seen, die salziges Wasser enthalten, beispielsweise das Tote Meer, das entgegen seinem Namen kein Meer ist.

Als Meer wiederum ist ein salziges Gewässer definiert, das einen Abfluss in einen der Ozeane hat, beispielsweise den Atlantik oder den Pazifik. Im Fall der Ostsee ist es der Atlantische Ozean, allerdings nur indirekt über die Nordsee. Generell ist "See" ein häufig genutzter Begriff für einzelne Meere, aus ihm leiten sich auch weitere Bezeichnungen wie "Seefahrer" oder "Seegang" ab.

Als Binnenmeer wird die Ostsee aufgrund der geringen Größe und Tiefe (max. 458m) sowie seiner Verbindung zum nächsten Ozean über eine Meerenge bezeichnet. Für die Ostsee sind dies die Belte bzw. Sunde, die auf dänischem Hoheitsgebiet liegen.
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